Kirchliche Archive – aktuelle Aufgaben und Herausforderungen

Der Transformationsprozess in der katholischen Kirche geht auch an den kirchlichen Archiven nicht spurlos vorüber. „Kirchliche Archive – Aufgaben und Herausforderungen angesichts der aktuellen kirchlichen Entwicklungen“ lautete das Schwerpunktthema der diesjährigen Konferenz der Archive der Oberrheinischen Kirchenprovinz am 10. und 11. Juni in Rottenburg. Auf Einladung der Diözese Rottenburg-Stuttgart diskutierten über 20 Archivarinnen und Archivare aus den Diözesen Freiburg, Mainz und Rottenburg, wie die Bewältigung steigender Anforderungen bei sinkenden personellen und finanziellen Ressourcen gelingen kann. 

Die Zusammenlegung von Kirchengemeinden, die Veräußerung kirchlicher Gebäude, die einschneidenden Veränderungen der Verwaltungsstrukturen und nicht zuletzt die Digitalisierung sorgen für eine rapide Zunahme an archivfachlichen Aufgaben. Weil vor Ort weder räumliche noch personelle und finanzielle Möglichkeiten geschaffen werden können, müssen die Diözesanarchive große Mengen an Schrift- und Archivgut innerhalb kurzer Zeit übernehmen, durch Bewertung auf den dauerhaft zu archivierenden Kern reduzieren und für eine künftige Nutzung erschließen. 

Die Archivarinnen und Archivare diskutierten engagiert über die aktuellen Entwicklungen und über mögliche Wege, sich den Herausforderungen zu stellen. Für einen Blick über den Tellerrand sorgte Mareike Ritter vom Evangelischen Archiv Baden und Württemberg mit ihrem Vortrag über die Fusion der beiden landeskirchlichen Archive.